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rechtsRoboter von Kuka

Seit 2016 ist Kuka im Besitz des chinesischen Konzerns Midea. Neben Wettbewerbern wie Fanuc, ABB und Yaskawa zählt Kuka zu den führenden Anbietern auf dem Markt für Industrieroboter.

Kuka arbeitet in fünf Geschäftsbereichen: Robotics, Systems, Swisslog, Swisslog Healthcare und China.

Die Kuka AG hat ihren Sitz in Augsburg.

Das Unternehmen wurde schon 1898 gegrün- det. Mit der Fertigung des Roboters FAMU- LUS gelang 1973 der Einstieg in die Roboterproduktion, die 1978 in Serie ging.

Im Januar 2014 übernahm Kuka den Mehrheitsbesitz des Unternehmens Reis Robotics. Beide Firmen hatten schon länger eine engere Partnerschaft. Zunächst gingen 51% der Firmenanteile an Kuka.

2016 übernahm Kuka die verbleibenden Anteile und wurde alleiniger Eigentümer. In 2014 übernahm Kuka das Schweizer Intralogistik-Unternehmen Swisslog mit 2500 Beschäftigten für umgerechnet 280 Mio. Euro.

In 2017 gab Kuka die Übernahme des Softwareunternehmens Visual Components bekannt. Das Unternehmen entwickelt Software zur visuellen Planung, Modellierung und Simulation von Fertigungsanlagen, sowie zur Offline- Programmierung (OLP) von Robotern.

Deutsche Industrie-Roboter von Kuka

Einarmige Industrieroboter von Kuka in der Automobil- Fertigung.

Kuka Während die hauseigene Simulationssoftware KUKA auf Hardware von Kuka spezialisiert ist, unterstützt Visual Components auch Hardware von anderen Herstellern.

In 2024 hat der Automatisierungskonzern Kuka einen neuen Geschäftsbereich gegründet. Mit Kuka Digital wird das für seine orangefarbenen Industrieroboter und Automatisierungslösungen bekannte Unternehmen aus Augsburg sein Software- und Digitalgeschäft.

Ziel ist eine durchgängige Digitalisierung unter- schiedlichster Maschinen und Anlagen in Produktio- nen, von der 3D-Simulation über die Vernetzung und Datenanalyse bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Übernahme durch Midea

In 2015 erwarb der chinesische Haushaltsgeräte- und Klimaanlagenhersteller Midea Group 5,43% der Stimmrechte. Midea baute die Beteiligung bis Mai 2016 auf 13,5% aus und gab dann ein öffentliches Gebot zur Aufstockung auf mindestens 30 % ab, erklärte aber zugleich, nicht die Kontrolle über Kuka anzustreben.

In 2016 legte Midea ein Übernahmeangebot über 4,6 Milliarden Euro oder 115 Euro je Aktie vor. Dies entsprach einem Aufschlag von mehr als 35 Prozent auf den Schlusskurs vom Vortag.

Im Juli 2016 veräußerten der schwäbische Maschinen- und Anlagenbauer Voith und die Friedhelm Loh Group ihre 25,1- bzw. 10%igen Beteiligungen an Midea.

Loh erlöste etwa eine halbe Milliarde Euro, Voith 1,2 Milliarden Euro. Die Chinesen sicherten sich so – zusammen mit ihren bereits erworbenen Anteilen von 13,5% – insgesamt 48,6% aller Aktien und waren damit nur noch knapp von der Mehrheit entfernt.

Im August 2016 hatte Midea fast 95% der Kuka- Aktien übernommen. Vergeblich hatte die Bundesregierung versucht, eine Übernahme von Kuka durch die chinesische Firma abzuwehren und dafür geworben, dass sich deutsche Unternehmen beteiligen.

Der Kuka-Vorstand hatte mit Midea eine Inves- torenvereinbarung geschlossen, wonach dem Unternehmen bis 2023 weitgehende Unab- hängigkeit garantiert wird.

Laut Vertrag sollen die Marken des Unternehmens ebenso gesichert werden, wie die Daten von Kunden und Lieferanten, um so Befürchtungen entgegenzuwirken, dass Midea nach der Übernahme Patente, Daten und anderes Know- how aus Kuka herausziehen und selbst nutzen könnte.

Darüber hinaus sollten für die nächsten sieben Jahre die 14.200 Kuka-Beschäftigten ihre Jobs behalten, bestehende Standorte für diesen Zeitraum festgeschrieben werden.

Auch die Unternehmenszentrale in Augsburg, in der 4.000 Menschen arbeiteten, sollte erhalten werden. Im März 2018 kündigte Kuka an, im Rahmen eines Joint Ventures mit Midea 400 Millionen Euro in einen neuen Standort in Shunde, China – dem Heimatsitz von Midea – investieren zu wollen.

Dort sollte bis 2024 eine Kapazität von 75.000 Robotern aufgebaut werden und gleichzeitig 4000 Arbeitsplätze im Bereich der Robotikforschung entstehen. In den letzten Jahren setzt das Unternehmen verstärkt auf das Thema Digitalisierung.

Auf der Hannover Messe 2021 stellte Kuka Elemente eines neuen Betriebssystems vor. Damit soll das Programmieren von Robotern so einfach werden wie das Arbeiten am PC. Mit der „Mission 2030“ verfolgt das Unternehmen das Ziel Automatisierung in den nächsten zehn Jahren für alle verfügbar zu machen.

Zur Kuka Group gehören die Anlagenbausparte Kuka Systems, die Kuka Robotics, Swisslog (Intralogistik-Automatisierung), Swisslog Healthcare (Krankenhaus- und Apotheken- Automatisierung) sowie die Digitalsparte Kuka Digital, den Software-Spezialisten Visual Components, Device Insight und mosaixx

Kuka Robotics konzentriert sich auf die Herstellung und den internationalen Vertrieb von Industrierobotern und automatisierten Produktionslösun gen für die Automobilindustrie, Elektronikindustrie, Werkzeugmaschinenbranche, Lebensmittelindustrie, Kunststoffindustrie, Medizintechnik. Schweiß-, Gießerei- und Schmiede-Industrie.

Kuka beansprucht bezüglich ihrer Roboter die Marktführerschaft in Europa und besitzt weltweit 25 meist vertriebs- und servicekonzentrierte Tochterunternehmen.

Systems ist ein internationaler Anbieter für Produkte und Dienstleistungen im Bereich der industriellen Verarbeitung von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen, bedient hier verschiedene Branchen (Automobil, Schienenverkehr, Luft- und Raumfahrt, Photovoltaik, Industrie) und zählt sich selbst zu den Marktführern auf diesem Gebiet.

Sie produziert unter anderem für Chrysler Karos- serien des Jeep Wrangler. Weitere Kunden sind Boeing, Airbus, Ford, Volvo, Bosch und Siemens. Swisslog konzentriert sich auf die Logistikauto- matisierung.

Schwerpunkte sind automatisierte Regal- bediengeräte für Paletten und Kleinteile, Förder- und Transportmittel und Hilfskommissioniertechniken für die Lagerverwaltung.

Zu den Kunden von Swisslog zählen dm, Coca- Cola, STIHL, Alnatura, Pepsi, DB Schenker, Pfizer und Unilever.

Die Digitalsparte Kuka Digital mit den Software- Spezialisten Visual Components, Device Insight und mosaixx treibt die industrielle Digitalisierung über den gesamten Produktionslebenszyklus voran.

In China arbeitet Kuka mit allen Business- Segmenten. Ziel ist es, den chinesischen Markt so stärker zu besetzen.

Robotik

(•) Roboter und KI: Die technologische Revolution

(•) Roboter von Boston Dynamics

(•) Roboter von Kuka

(•) Die Haptik von Robotern

(•) Die Robotikforschung in Stanford

(•) Die Entwicklungsgeschichte der Robotik

(•) Roboter + KI

(•) Isaac Asimov, Science-Fiction-Autor

 

Dr. Paulo Heitlinger

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